Für G. Hauptmann - Die Fotografie von Christian Bade

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Norderfelder Portfolio
Zwischen Träumen und Wachen geriet Quint allmählich in einen Zustand der Wonne hinein, den er in seinem ganzen bisherigen Dasein noch nicht gefühlt hatte. Mit halbem Bewusstsein beschloss er bei sich, fortan immerdar die Nähe der Menschen zu meiden und nur, wie jetzt, mit ganzer Liebe Gott in der Stille ergeben zu sein.

Würde jetzt, dachte er bei sich selbst, ein Mensch in seinen Gesichtskreis treten, er müsse ihn hassen wie ein Gespenst.

Jeden Menschen? Jedenfalls jeden Mann! - Jeden Mann, und wenn es der Heiland wäre?
Er beantwortete diese Frage nicht.

Gerhart Hauptmann (1862 - 1946)
aus: Der Narr in Christo Emanuel Quint
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