Für Dschuang Dsi - Die Fotografie von Christian Bade

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Norderfelder Portfolio
Der Tod des Dschuang Dsi

Dschuang Dsi lag im Sterben, und seine Jünger wollten ihn prächtig bestatten.

Dschuang Dsi sprach: »Himmel und Erde sind mein Sarg, Sonne und Mond leuchten mir als Totenlampen, die Sterne sind meine Perlen und Edelsteine, und die ganze Schöpfung gibt mir das Trauergeleit. So habe ich doch ein prächtiges Begräbnis! Was wollt ihr da noch hinzufügen?«

Die Jünger sprachen: »Wir fürchten, die Krähen und Raben möchten den Meister fressen.«

Dschuang Dsi sprach: »Unbeerdigt diene ich Krähen und Raben zur Nahrung, beerdigt den Würmern und Ameisen. Den einen es nehmen, um es den andern zu geben: Warum so parteiisch sein?«

Dschuang Dsi (365 - 290 v.Chr.)
aus: Das wahre Buch vom südlichen Blütenland

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